Was so alles in schweren Paketen ist …

Bleisatz-Schrift Opal, 12 Punkt, unter dem Fadenzähler aufgenommen

Nachdem wir die Unterstreichungslinien für die Reporter in Augenschein genommen haben, konnten wir uns gestern dem restlichen Inhalt des schweren Paketes widmen.

Die Schrift »Opal«

Die Opal ist eine ähnlich alte Schrift wie die Reporter, jedoch von einer gänzlich anderen Optik. Die Opal, wie auch die später gegossene Chevalier, ist inspiriert durch die Meisterleistungen der Gravur- und Stahlstichtechnik im 19. Jahrhundert. Dort wurden solch fein gestochenen Schriftzüge für Urkunden und Banknoten benutzt, nicht zuletzt als Sicherheitsmerkmal, welches Fälschern das Leben schwer machen sollte.

Diese Aufnahme der Opal in 10 Punkt (gegossen auf einem 12 Punkt Kegel) wurde mit Hilfe des Fadenzählers gemacht. Hier sieht man die einzelnen feinen Querlinien in den Lettern.

Solche feinen Linien und Zwischenräume erfordern Fingerspitzengefühl beim Druck: die Walzen müssen sehr spitz eingestellt sein, damit die Farbe nicht in die Räume zwischen die Lienien gedrückt wird, ebenso darf nicht zuviel Farbe auf den Walzen sein. Auch der Druck muss sehr sachte und behutsam sein, will man doch die feinen Linien nicht zerquetschen!

Beachtet man nur einen dieser Parameter nicht, laufen die feinen Zwischenräume schnell zu und das Erscheinungsbild wandelt sich von edel zu unansehnlich.

Generell sind solche feinen Linien eher für den Stahlstich geeignet. Eine Stahlstichgravur kostet zwar ein bisschen Geld, dafür bekommt man aber dafür auch ein unvergleichlich gutes und edles Druckerzeugnis!

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